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LENZING Zellstoff > Produktion > Holzplatz


Produktion
Holzplatz

Die Anlage wurde 2002 nach den neuesten technischen Kenntnissen errichtet. Die Baumstämme werden trocken entrindet und die Rinde energiebringend verbrannt. Die gewaschenen Stämme werden zu Hackschnitzel zerkleinert und diese nach kurzer Lagerung im Silo klassifiziert und zur Zellstoffkocherei transportiert.

Seit 2002 verfügt die Lenzing AG über einen der modernsten Holzplätze Europas. Diese fortschrittliche Holzaufbereitungsanlage ist für eine Zellstoffproduktion von 230.000 Tonnen, das entspricht einer Holzmenge von ca. 1.000.000 Tonnen ausgelegt. Die Anlage verarbeitet fast ausschließlich Hartholz (Buche). Die Buchenstämme werden größtenteils per Bahn (62 %) aber auch per LKW (38 %) angeliefert. Nach Qualitätsbestimmung, Eingangswägung und Probenahme erfolgt die Holzentladung entweder direkt zur Produktion oder auf eine Lagerposition.

Die Schritte der Holzaufbereitung gliedern sich in:

  1. Entrinden, Stammwäsche
  2. Hacken
  3. Zwischenlagern (Silo bzw. Pile nur für Nadelholz)
  4. Sichtung

Entrinden:

In der 35 m-Trommel mit 5 m Durchmesser werden Stämme bis 8 m Länge entrindet. Langsame Rotation (3-8 U/min.) der Entrindungstrommel bedingt gegenseitige Reibung der Stämme und resultiert so in einer schonenden Entrindung. Anschließend fallen die Stämme auf ein Förderband, das mittels Übergrößensensor Stammdurchmesser von mehr als 1 m erkennt und anhält.

Hacken:

Nach der Stammwäsche, einer Steinefalle und einem Metalldetektor zerkleinert eine Horizontalhackmaschine, bestückt mit 10 Messerkassetten, die Holzstämme auf optimale Holzchips von ca. 19x30x5 mm. Der dabei anfallende Feinanteil wird gemeinsam mit der Rinde in der betriebseigenen Verbrennung verfeuert und dient der Energieerzeugung.

Zwischenlagern:

In der neuen Anlage lagert ein Teil des Schüttgutes in zwei 10.000 m³ großen Silos zwischen, um die Zellstoffproduktion auch während der Nachtstunden zu versorgen sowie ein Puffervolumen für Ausfallzeiten zu bilden. Eine am Siloboden befindliche Förderschnecke transportiert das Hackgut aus dem Silo und über Förderbänder in Richtung Sichtung. Dort wird das Akzept von überstarken Anteilen (werden in einer Nachhacke zerkleinert) und Feinteilen getrennt. Das Akzept wird mit einer weltweit einzigartigen Förderanlage dem sogenannten „Ropecon“®, eine Kombination eines Förderbandes mit einer Seilbahn, die ohne Tragwerke und Stütz bauten auskommt, in die Kocherei zum Holzaufschluss transportiert.

Die Oberflächenwässer des Holzplatzes werden in einem Sammelbecken aufgefangen und der Abwasserreinigungsanlage (ARA) zugeführt. Gasförmige Emissionen treten nicht auf.

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